Unternehmen investieren Millionen in Uelzen

Uelzen. Im Uelzener Gewerbegebiet „Ludwig-Erhard-Straße“ zeichnen sich erste Gewerbeansiedlungen ab. Kurz gesagt handelt es sich um einen „Boom dank Kartoffeln“.

Bürgermeister Jürgen Markwardt teilte auf einer Pressekonferenz der Stadt gestern mit, dass sowohl die Palandt AgrarTec GmbH als auch die Terranius Kirchweyhe GmbH in dem neuen Gewerbegebiet investieren wollen. Der Verwaltungsausschuss habe in seiner jüngsten Sitzung die Ansiedlung von Palandt empfohlen, Terranius ist bereits Eigentümerin des ehemaligen Krings-Gebäudes und will eine Fläche von knapp 20 000 Quadratmetern dazu kaufen.

Konkreter wurde Matthias Palandt, Geschäftsführer von Palandt AgrarTec. Er beabsichtige, ein Kompetenzzentrum für den Verkauf und die Reparatur von Ropa Landmaschinen zu errichten. Gekauft werde hierzu eine Fläche von 7100 Quadratmetern, auf der Maschinen für die Kartoffel- und Rübenernte von zunächst fünf, später zehn Mitarbeitern verkauft und repariert werden sollen. „Wir schaffen Stellen in der Geschäftsführung, im Verkauf und für Landgerätemechaniker“, sagte Palandt. Teilweise gebe es das Personal bereits, teilweise werde es noch gesucht.

Uelzen wähle er als Unternehmensstandort nicht ohne Grund, so Palandt: „Uelzen ist mit 70 000 Hektar Fläche ein sehr großes Anbaugebiet für Kartoffeln, aber auch für Rüben. Über den Kreisel und die B 4 haben wir zudem eine sehr gute Anbindung an das Uelzener Nordzucker-Werk.“ Palandt, der im Raum Hildesheim zwei weitere Agrarfirmen mit 38 Mitarbeitern betreibt, verwies auch darauf, dass in Niedersachsen knapp die Hälfte aller Kartoffeln in Deutschland geerntet werde.

aus az-online.de